Handlungskompetenzen Arbeits- und Organisationspsychologie

Erworbenes Wissen in komplexen Handlungsfeldern anwenden: Das ist das Ziel dieses Moduls im 5. Fachsemester. In Kooperation mit einem Außenpartner bearbeiten unsere Studierenden Praxisprojekte - von der Akquise übder die Auftragsklärung, die Entwicklung einer Methodik bis hin zur Präsentation der Projektergebnisse beim Kunden. Die Projekte spiegeln die Vielfalt arbeits- und organisationspsychologischer Themenstellungen. Begleitet durch die Hochschule bearbeiten die studentischen Teams anspruchsvolle Themenstellungen aus der Praxis und verknüpfen damit aktuelles Wissen mit den notwendigen Fähigkeiten, dieses auch zielgerichtet einzusetzen.

Hier erfahren Sie mehr über aktuell abgeschlossene Projekte.

Arbeiten im KulturBrücken Görlitz e.V. – Der CYRKUS in Görlitz bleibt Profisache

Von Clara Sophie Stegmann und Greta Wagler-Wernecke

Als zwei Studentinnen der Kommunikationspsychologie im 5. Semester wagten wir unser erstes Projekt mit einem lokalen Praxispartner und konnten mit dem psychologischen Fragebogen BASA III spannende Ergebnisse liefern.

Der Görlitzer Verein Kultur Brücken Görlitz e.V. gestaltet verschiedene inklusive Angebote der Zirkuspädagogik, bekannt als CYRKUS. Ziel ist dabei, Berührungspunkte zwischen Menschen zu fördern und die Begegnung durch das Medium Zirkus zu ermöglichen.

Im Rahmen des Seminars „Organisationspsychologische Handlungskompetenzen“  bezog sich die Zusammenarbeit auf die Anwendung eines organisationspsychologischen Verfahrens. Nach Absprache und Auftragsklärung entschieden wir uns gemeinsam für den BASA III, einen Fragebogen für die psychologische Bewertung von Arbeitsbedingungen. Der Interessenschwerpunkt des KulturBrücken Görlitz e.V. lag dabei auf Aspekten der Koordination und Kommunikation am Arbeitsplatz. Dementsprechend fügten wir einen erweiternden und spezifizierenden Teil zu dem gewählten Verfahren hinzu. Dafür recherchierten wir empirisch geprüfte Fragebögen und leiteten unsere Fragen von diesen ab. Die Durchführung des Fragebogens lief drei Wochen, über das Online-Umfrage-Tool LimeSurvey. Mit einem Rücklauf von 50% konnten wir die Ergebnisse analysieren und aufbereiten.

Das Outcome war sehr positiv. So konnten viele Ressourcen, also arbeits- und gesundheitsfördernde Umstände und Verhaltensweisen identifiziert werden, die von den Teilnehmer*innen positiv bewertet wurden. Die erkannten und negativ bewerteten Veränderungs- oder Gesprächsbedarfe waren dabei sowohl mengenmäßig als auch von der Dringlichkeit her gering.

Spannend war, dass durch Anwendung des Fragebogens tatsächlich Vermutungen bestätigt und wahrgenommene Stimmungen aufgegriffen werden konnten. Durch das Verfahren konnten wir bei diesen Thematiken spezifischere Ansatzpunkte finden und konkrete Vorgehensweisen oder Interventionsmöglichkeiten ableiten.

Mit der Möglichkeit einer weiteren Zusammenarbeit können wir unser erstes Praxisprojekt im Rahmen des Studiums erfolgreich und mit neuen Learnings beenden.

Change-Management trifft Kommunikationspsychologie

Online-Workshops zur internen Kommunikation im Dresdner Wasserstoff-Unternehmen Sunfire

Von Paula Jäger, Johanna Westermayr und Johannes Freymann

Im Rahmen des Moduls ​Methoden der Arbeits- und Organisationspsychologie​ an der Hochschule Zittau/Görlitz haben Studierende der Kommunikationspsychologie jedes Jahr die Möglichkeit, die bisher erlernten Fähigkeiten in einem Unternehmen ihrer Wahl einfließenzu lassen. Paula Jäger, Johanna Westermayr und Johannes Freymann kooperierten im Wintersemester 2020/2021 mit dem innovativen Wasserstoff-Unternehmen Sunfire aus Dresden.

Mit Blick auf das rasante Wachstum des 2010 gegründeten Unternehmens steht die Kommunikationsabteilung vor der Herausforderung, alle Mitarbeitenden über diestrategischen Entscheidungen der Geschäftsführung und die aktuellen Geschehnisse aufdem Laufenden zu halten. Auch im Hinblick auf die momentane Homeoffice-Situation und eine immer stärkere Digitalisierung der Unternehmenskommunikation möchte Sunfire seine interne Kommunikation stärken, um näher an bestehende Teams – aber auch neue Mitarbeitende – heranzutreten. Zudem soll die Kommunikation innerhalb und zwischen den verschiedenen Abteilungen verbessert werden.

Vor diesem Hintergrund war es Ziel der Workshops, den Status quo der internen Kommunikation zu analysieren sowie Wünsche und Lösungsmöglichkeiten zu ermitteln. Dazu wurden Online-Workshops mit Mitarbeitenden, Führungskräften und der Geschäftsführung konzipiert, durchgeführt und ausgewertet. Während des Prozesses standen die Studierenden im engen Austausch mit der Kommunikationsabteilung des Unternehmens. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die Entwicklung eines Konzeptes zum Veränderungsprozess der internen Kommunikation bei Sunfire.

„Die professionelle Moderation der Studierenden und auch die Inhalte der digitalenWorkshops wurden von allen Teilnehmenden sehr positiv aufgefasst. Die Ergebnisse sind für uns essenziell, um ein umfassendes Konzept erarbeiten zu können. Johanna, Paula und Johannes waren eine große Unterstützung, um den Veränderungsprozess ins Rollen zubringen und gleichzeitig alle Mitarbeitenden einzubeziehen“, betont Laura Dicke, Manager Communications bei Sunfire.

Weitere Informationen zu Sunfire aus Dresden finden Sie hier: ​https://www.sunfire.de

Kommunikationspsychologische Unterstützung im "Görlitz für Familie e.V."

Von Ursula Möckel und Danny Peter

Zwei Studierende der Kommunikationspsychologie der Hochschule Zittau/Görlitz unter­stützten den lokalen Verein bei seinen aktuellen Herausforderungen.

Im Rahmen eines Moduls in unserem 5. Semester war es unsere Aufgabe, unser Wissen in einem Projekt mit einem Unternehmen außerhalb der Hochschule anzuwenden. Der Verein Görlitz für Familie e.V. freute sich über unser Interesse und in einem Erstgespräch wurden uns momentane Herausforderungen benannt.

Im nächsten Schritt stellten wir Analyseinstrumente vor, die darstellen, welche Arbeitsbedin­gungen verändert werden könnten, um die gute Arbeitsatmosphäre nachhaltig zu stabilisie­ren. Wir einigten uns auf den BASA als Fragebogen, da dieser einen allgemeinen Überblick über die derzeitige Situation im Verein liefern konnte, damit in einem nächsten Schritt auch Arbeitsbedingungen optimiert werden können.

Alle Mitarbeitenden beantworteten den Fragebogen, wodurch die Daten und demzufolge die Ergebnisse repräsentativ waren. In unserer Auswertung konnten wir nun Ressourcen und Gestaltungserfordernisse der Arbeitsbedingungen im Verein identifizieren.

Der zweite Teil unseres Projektes bestand darin, ein Handout mit Erkenntnissen aus der aktuellen Arbeitswissenschaft bezüglich einer aktuellen Herausforderung des Vereins zu gestalten. Es ist ein kleiner Methodenkoffer geworden mit Ideen aus dem Agilen Arbeiten, wie mit den Herausforderungen umgegangen werden kann.

In der Ergebnispräsentation erklärten wir die Ergebnisse aus der Analyse und erläuterten erste Ideen, wie diese Ergebnisse genutzt werden können, um die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeitenden noch weiter zu verbessern. In der Diskussion bemerkten wir, dass sowohl die hauptamtlich Beschäftigten als auch der ehrenamtliche Vorstand viel Engagement für Veränderungen zeigen und kreativ mit unseren Vorschlägen weiterarbeiten wollen.

Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich für die angenehme Zusammenarbeit und wünschen dem Görlitz für Familie e.V. für zukünftige Projekte viel Erfolg!

„Ohne News braucht es keine Öffentlichkeit“: Konzept für die Stadt-Ebersbach-Neugersdorf

Von Anna Vogel und Valerie Neunzig

Worum geht es?

Im Rahmen des Studiengangs Kommunikationspsychologie und das damit integrierte und praxisorientierte Modul „Handlungskompetenz“ hat sich für Studenten der Hochschule Zittau/Görlitz ein spannendes Projekt ergeben.

Im Auftrag der Bürgermeisterin der Stadt Ebersbach-Neugersdorf sollten die Studenten in Zusammenarbeit mit der Stadt das Konzept der Öffentlichkeitsarbeit ausarbeiten.

Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf hat ca. 12.000 Einwohner, welche mit der Öffentlichkeitsarbeit täglich in Kontakt kommen. Die publizierten Informationen sollen die Bürger auf den aktuellen Stand jeglicher Veranstaltungen, Änderungen oder Eilmeldungen halten. Generell steht das Thema und das Ziel der Öffentlichkeitsarbeit unter den Leitfragen: Was ist wichtig und interessant für die Einwohner der Stadt? Wie ist eine Kommunikation zwischen den einzelnen Instanzen geregelt? Wie und worüber werden die Bürger erreicht und was benötigt es, um die Zielgruppen auf dem Laufenden zu halten? Wie kann das bestehende Konzept inhaltlich ausgebessert und erarbeitet werden?

Viele Fragen und Anliegen, mit denen sich die beiden Studenten aus dem 5. Semester beschäftigt haben.

Das Projekt

Es handelt sich um ein umfangreiches Projekt, welches sich im Zeitraum von Oktober 2020 bis Februar 2021 erstreckt. Das Projekt brachte neben der Zeit, die es in Anspruch nahm, vor allem viel Neugierde und Spaß mit sich.

Durch einige interessante Gespräche, Einblicke und verschiedene Erfahrungsberichte mit unterschiedlichen Zielgruppen ergaben sich Möglichkeiten, und das bisherige Konzept konnte erfolgreich aktualisiert werden.

Es wurden Interviews evaluiert, Fragebögen ausgearbeitet und mit der Bürgermeisterin kommuniziert.

Herausforderungen und Erkenntnisse

Generell wird man nicht von heute auf morgen ein Öffentlichkeitsbeauftragter und man weiß auch nicht von heute auf morgen was Öffentlichkeitsarbeit im tieferen Sinne überhaupt bedeutet.

Selbst durch Mr. Google, ist man dem eigentlichen Stellenwert der Öffentlichkeitsarbeit im 21. Jahrhundert noch nicht auf die Schliche gekommen.

Das Thema ist ziemlich umfangreich und man gewinnt nach und nach Erfahrungen dazu. Wir, Anna und Valerie, haben uns im Laufe des Projekts mit dem Thema beschäftigt, haben uns Wissen angeeignet und vieles Neues rund um das Thema gelernt. Öffentlichkeitsarbeit kann schon beim Bäcker nebenan beginnen und gewinnt an Komplexität je größer und Vielfältiger die Bereiche und Ausarbeitungen des Konzepts der Öffentlichkeitsarbeit und deren Reichweite und Inhalte sind. Gerade in der Corona Zeit ist nicht nur Öffentlichkeitsarbeit durch die ausbleibenden Events ein Thema, sondern auch bei der Projektarbeit. Wir konnten das Projekt leider nur im Rahmen der Möglichkeiten, die in der Corona Pandemie gegeben sind, gestalten und umsetzen.

Interviews mit erfahrenen Leuten, die gute Tipps geben konnten, haben uns bei der weiteren Erarbeitung und Ausarbeitung des Konzepts sehr weitergeholfen.

Somit liegt unserer persönlicher Lerngewinn besonders im Umgang mit sozialen Medien und der Internetkommunikation an sich. Besonders regelmäßiger Kontakt ist wichtig, um sich metaphorisch nicht aus den Augen zu verlieren.

Ich denke, wir sind an den individuellen und vorhandenen Herausforderungen in dieser ungewöhnlichen Zeit gewachsen, haben das Beste draus gemacht und stellen uns gerne wieder neuen Themengebieten. Denn nur wer fragt, mutig und neugierig ist gewinnt.

Bildquelle: Ubahnverleih / CC-BY-SA-3.0

TeamPuls - ein Plus für das Team?

Von Jasmin Wolff, Laura Garbe und Rudolph Kröner

Zufriedenheit, Gesundheit und Optimierungen am Arbeitsplatz waren dieses Semester für uns ganz große Themen, aber dies zu erreichen ist nicht immer einfach. In diesem Semester wurde dies auch ersichtlich, da uns die Möglichkeit geboten wurde, diese Aspekte in einem Unternehmen zu untersuchen.

Wir haben speziell die Teamdynamik eines Unternehmens mit dem TeamPuls verfahren analysiert. Dieses Verfahren nutzt einen Fragebogen, um die 7 Dimensionen einer Teamdynamik zu untersuchen. Laut TeamPuls sind die 7 Dimensionen einer Teamdynamik:

  1. Ziel- und Leistungsorientierung
  2. Engagement und Verantwortung
  3. Kommunikation im Team
  4. Teamführung
  5. Teamorganisation
  6. Arbeitsbezogene Lernaktivitäten
  7. Organisatorische Einbettung

Mit Corona und dem Lockdown empfanden wir es als sehr umständlich an ein Unternehmen zu gelangen. Natürlich verstehen wir auch die Sorgen, die damit einhergehen, Fremde in das Unternehmen zu lassen, jedoch empfanden wir die Kommunikation oft nicht transparent genug. Statt Absagen kamen öfters einfach gar keine Antworten. Nichtsdestotrotz fanden wir ein tolles Görlitzer Unternehmen, das bereit war, sich auch in diesen Zeiten auf ein gemeinsames Projekt einzulassen.

Während der Analyse fiel es uns Anfangs schwer, die Daten objektiv zu bewerten, da uns das Unternehmen und die Mitarbeiter schon bekannt waren. Hier war es jedoch spannend zu beobachten wie unterschiedlich unsere Wahrnehmung von den erhobenen Daten abwich. Wir fanden auch interessant zu erfahren, wie umfangreich und vielseitig so eine Daten Erhebung ist, und zu welchen unerwarteten Schlussfolgerungen wir gelangen sind.

Zum Schluss würden wir uns gerne auch bei unserem Unternehmen bedanken, welches uns die Möglichkeiten gab, uns mit diesem Verfahren auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit & bleibt schön gesund.

Das Verfahren TeamPuls ist ein Produkt der

Management Innovation Dresden
Wiedemann & Partner

Weitere Informationen zum Verfahren sowie Bezugsmöglichkeiten

Raus an die frische Praxisluft

Studierende der Kommunikationspsychologie führten bei Siemens Mitarbeiterbefragungen zu Zukunftsthemen durch

Von Alexandra Klein, Annika Völkmann und Konrad Speer

Die angehenden Kommunikationspsychologinnen und -Psychologen des fünften Semesters aus Görlitz sammelten in den letzten Monaten im Rahmen des Moduls Arbeits- und Organisationspsychologie Praxiserfahrung. Um die im Studium erworbenen Kenntnisse in der realen Welt anwenden zu können, sollte in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen ein gemeinsames Projekt realisiert werden.

Drei Studierende nutzten dabei die enge Kooperation zwischen der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG am Standort Görlitz und der Hochschule für die Umsetzung eines solchen Projektes.

Gemeinsam mit der Abteilung Transformation & Innovation ermittelte die Gruppe von Dezember 2020 bis Januar 2021 spezifische fachliche Kompetenzen und Softskills ausgewählter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Siemens Energy nutzt die Ergebnisse der Erhebungen als Datengrundlage für einen zukunftsgerichteten Kompetenzaufbau sowohl bei Methodenskills als auch in verschiedenen Fachgebieten.

TeamPuls zwischen Tanz und ehrenamtlicher Arbeit

Von Anna Pauline Dinnebier, Alena Peters und Natalie Möbus

Studentinnen der Kommunikationspsychologie arbeiteten im Wintersemester 2020/21 mit dem Tanzsportverein TSC Excelsior Dresden e.V. zusammen und untersuchten die ehrenamtliche Vorstandsarbeit. Anliegen seitens des Vereins war die Verbesserung der Kommunikation sowie eine klare Aufgabenverteilung. Für die Anwendung verwendeten sie den TeamPuls, ein arbeitspsychologisches Verfahren. Die Analyseergebnisse dieses Verfahrens sollten einen ersten Input für das selbständige Weiterarbeiten innerhalb des Teams ermöglichen.

Während des Lockdowns sind einige Geschäfte noch geöffnet, aber Vereine schon lange geschlossen. Deswegen musste unsere Arbeit und die Kommunikation mit den Verantwortlichen komplett online stattfinden. Und so kam es vereinzelt zu technischen Schwierigkeiten und dazu, dass wir nur schwer Einblick in die konkrete Arbeit des Vereins und des Vorstandes erlangen konnten. Herausfordernd war für uns deswegen auch die Auswahl eines geeigneten Analyseverfahrens. Der Fragebogen „TeamPuls“ den wir dann anwendeten, ist für ein normales Unternehmen und nicht für ehrenamtliche Tätigkeiten gedacht. Dass dies sich auch problematisch auf die Ergebnisse auswirken kann, bekamen wir erst im Anschluss mit.

Es war ein aufregendes Projekt. Die Zusammenarbeit mit dem TSC Excelsior Dresden e.V. verlief ohne Probleme. Wir hatten die Möglichkeit ein engagiertes Team darin zu unterstützen, ihre Teamkommunikation und Leistungsfähigkeit auszubauen. Durch die gemeinsame Arbeit haben das Anliegen des Vereins bearbeitet und Perspektiven geschaffen, wie es nun weitergehen kann.

Uns als Studierenden ermöglichte diese Aufgabe, den von uns gewählten Vertiefungsbereich Arbeits- und Organisationspsychologie näher kennenzulernen und uns in der Anwendung eines organisationpsychologischen Verfahrens auszuprobieren. Zudem konnten wir  Kompetenzen ausbauen, zum Beispiel die Übersetzung des Fragebogens in das Online-Umfrage Tool LimeSurvey und den Umgang durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern erleben. 

Die Zukunft des Spreequellboten

Ein Projekt über die Neugestaltung eines städtischen Amtsblatts

von Jonas Hanschke und Lucas Richter

Wie in der momentanen Corona-Situation in jede Tasche eine Maske gehört, so gehört zu jeder Gemeinde ein Amtsblatt, das über die aktuellen Ereignisse aufklärt. Durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) wurden 2018 genaue Vorgaben entwickelt, die das inhaltliche Erscheinungsbild der Amtsblätter regeln sollen. Im Zuge dieser Vorgaben machte die Stadt Ebersbach/Neugersdorf nun den Amtsblatt-Transparenzcheck: Wie kann der örtliche Spreequellbote verbessert werden und was denkt die Bevölkerung?

Teamarbeit als grundlegende Basis

Zusammen mit zwei Studenten der Hochschule Zittau/Görlitz brachte Frau Rica Wittig als Amtsleiterin des Hauptamts der Stadt Ebersbach/Neugersdorf ein Projekt ins Rollen, in dem der Spreequellbote auf Herz und Nieren getestet werden sollte. Hier wurde ein grober Fahrplan entwickelt, im Zuge dessen die Bevölkerung eine Umfrage zum Spreequellboten ausfüllen sollte. Diese wurde mithilfe der Stadtverwaltung unter die Bevölkerung gebracht. Die Umfrage wurde durch die Görlitzer Studenten entwickelt und frei gegeben. Dabei hatten die Bürger*innen die Möglichkeit diese Umfrage in Papierform oder in einer Online-Variante zu beantworten. Inhaltlich beschäftigte sich die Umfrage mit Themen wie Preispolitik, allgemeiner Zufriedenheit oder auch Beitragsvorlieben und ob der Spreequellbote auch in einer digitalen Online-Version veröffentlich werden sollte. Nach dem Ende der Umfrage übergab die Stadtverwaltung die gesammelten Ergebnisse den Studenten, die diese dann analysierten und auswerteten. In der Auswertung wurden die zahlreichen Ansichten aber auch Kritikpunkte der Bürger*innen ersichtlich.

Blick in die Zukunft

Die Auswertung zeigt, dass die Bevölkerung mit der momentanen Erscheinungsform des Spreequellboten zufrieden ist. Weiterhin wird auch ersichtlich, dass die Bürger einer möglichen Online-Version des Spreequellboten positiv gegenüberstehen. Hier kann die Stadtverwaltung noch viele Potentiale ausschöpfen, um den Spreequellboten weiterzuentwickeln. Damit der Spreequellbote auch zukünftigsein volles Potential entfalten kann, sollte laut den Ergebnissen zur Förderung einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Entwicklung auch auf die Bedürfnisse der jüngeren Bürger*innen geachtet werden.

Dank dieses Projekts konnte mehr Klarheit in den Konsens um den Spreequellboten gebracht werden. Auch in Zukunft wird die Stadtverwaltung Ebersbach/Neugersdorf ihr Bestes geben, um den Spreequellboten für jeden Bürger ansprechend zu gestalten.

Foto: Prof. Dr. rer. nat. Matthias Schmidt
Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit unseren studentischen Teams haben, melden Sie sich gern bei
Prof. Dr. rer. nat.
Matthias Schmidt
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