Handlungskompetenzen Arbeits- und Organisationspsychologie

Erworbenes Wissen in komplexen Handlungsfeldern anwenden: Das ist das Ziel dieses Moduls im 5. Fachsemester. In Kooperation mit einem Außenpartner bearbeiten unsere Studierenden Praxisprojekte - von der Akquise übder die Auftragsklärung, die Entwicklung einer Methodik bis hin zur Präsentation der Projektergebnisse beim Kunden. Die Projekte spiegeln die Vielfalt arbeits- und organisationspsychologischer Themenstellungen. Begleitet durch die Hochschule bearbeiten die studentischen Teams anspruchsvolle Themenstellungen aus der Praxis und verknüpfen damit aktuelles Wissen mit den notwendigen Fähigkeiten, dieses auch zielgerichtet einzusetzen.

Hier erfahren Sie mehr über aktuell abgeschlossene Projekte.

TeamPuls - ein Plus für das Team?

Von Jasmin Wolff, Laura Garbe und Rudolph Kröner

Zufriedenheit, Gesundheit und Optimierungen am Arbeitsplatz waren dieses Semester für uns ganz große Themen, aber dies zu erreichen ist nicht immer einfach. In diesem Semester wurde dies auch ersichtlich, da uns die Möglichkeit geboten wurde, diese Aspekte in einem Unternehmen zu untersuchen.

Wir haben speziell die Teamdynamik eines Unternehmens mit dem TeamPuls verfahren analysiert. Dieses Verfahren nutzt einen Fragebogen, um die 7 Dimensionen einer Teamdynamik zu untersuchen. Laut TeamPuls sind die 7 Dimensionen einer Teamdynamik:

  1. Ziel- und Leistungsorientierung
  2. Engagement und Verantwortung
  3. Kommunikation im Team
  4. Teamführung
  5. Teamorganisation
  6. Arbeitsbezogene Lernaktivitäten
  7. Organisatorische Einbettung

Mit Corona und dem Lockdown empfanden wir es als sehr umständlich an ein Unternehmen zu gelangen. Natürlich verstehen wir auch die Sorgen, die damit einhergehen, Fremde in das Unternehmen zu lassen, jedoch empfanden wir die Kommunikation oft nicht transparent genug. Statt Absagen kamen öfters einfach gar keine Antworten. Nichtsdestotrotz fanden wir ein tolles Görlitzer Unternehmen, das bereit war, sich auch in diesen Zeiten auf ein gemeinsames Projekt einzulassen.

Während der Analyse fiel es uns Anfangs schwer, die Daten objektiv zu bewerten, da uns das Unternehmen und die Mitarbeiter schon bekannt waren. Hier war es jedoch spannend zu beobachten wie unterschiedlich unsere Wahrnehmung von den erhobenen Daten abwich. Wir fanden auch interessant zu erfahren, wie umfangreich und vielseitig so eine Daten Erhebung ist, und zu welchen unerwarteten Schlussfolgerungen wir gelangen sind.

Zum Schluss würden wir uns gerne auch bei unserem Unternehmen bedanken, welches uns die Möglichkeiten gab, uns mit diesem Verfahren auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln.

Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit & bleibt schön gesund.

info

Das Verfahren TeamPuls ist ein Produkt der

Management Innovation Dresden
Wiedemann & Partner

Weitere Informationen zum Verfahren sowie Bezugsmöglichkeiten

Raus an die frische Praxisluft

Studierende der Kommunikationspsychologie führten bei Siemens Mitarbeiterbefragungen zu Zukunftsthemen durch

Von Alexandra Klein, Annika Völkmann und Konrad Speer

Die angehenden Kommunikationspsychologinnen und -Psychologen des fünften Semesters aus Görlitz sammelten in den letzten Monaten im Rahmen des Moduls Arbeits- und Organisationspsychologie Praxiserfahrung. Um die im Studium erworbenen Kenntnisse in der realen Welt anwenden zu können, sollte in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen ein gemeinsames Projekt realisiert werden.

Drei Studierende nutzten dabei die enge Kooperation zwischen der Siemens Energy Global GmbH & Co. KG am Standort Görlitz und der Hochschule für die Umsetzung eines solchen Projektes.

Gemeinsam mit der Abteilung Transformation & Innovation ermittelte die Gruppe von Dezember 2020 bis Januar 2021 spezifische fachliche Kompetenzen und Softskills ausgewählter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Siemens Energy nutzt die Ergebnisse der Erhebungen als Datengrundlage für einen zukunftsgerichteten Kompetenzaufbau sowohl bei Methodenskills als auch in verschiedenen Fachgebieten.

TeamPuls zwischen Tanz und ehrenamtlicher Arbeit

Von Anna Pauline Dinnebier, Alena Peters und Natalie Möbus

Studentinnen der Kommunikationspsychologie arbeiteten im Wintersemester 2020/21 mit dem Tanzsportverein TSC Excelsior Dresden e.V. zusammen und untersuchten die ehrenamtliche Vorstandsarbeit. Anliegen seitens des Vereins war die Verbesserung der Kommunikation sowie eine klare Aufgabenverteilung. Für die Anwendung verwendeten sie den TeamPuls, ein arbeitspsychologisches Verfahren. Die Analyseergebnisse dieses Verfahrens sollten einen ersten Input für das selbständige Weiterarbeiten innerhalb des Teams ermöglichen.

Während des Lockdowns sind einige Geschäfte noch geöffnet, aber Vereine schon lange geschlossen. Deswegen musste unsere Arbeit und die Kommunikation mit den Verantwortlichen komplett online stattfinden. Und so kam es vereinzelt zu technischen Schwierigkeiten und dazu, dass wir nur schwer Einblick in die konkrete Arbeit des Vereins und des Vorstandes erlangen konnten. Herausfordernd war für uns deswegen auch die Auswahl eines geeigneten Analyseverfahrens. Der Fragebogen „TeamPuls“ den wir dann anwendeten, ist für ein normales Unternehmen und nicht für ehrenamtliche Tätigkeiten gedacht. Dass dies sich auch problematisch auf die Ergebnisse auswirken kann, bekamen wir erst im Anschluss mit.

Es war ein aufregendes Projekt. Die Zusammenarbeit mit dem TSC Excelsior Dresden e.V. verlief ohne Probleme. Wir hatten die Möglichkeit ein engagiertes Team darin zu unterstützen, ihre Teamkommunikation und Leistungsfähigkeit auszubauen. Durch die gemeinsame Arbeit haben das Anliegen des Vereins bearbeitet und Perspektiven geschaffen, wie es nun weitergehen kann.

Uns als Studierenden ermöglichte diese Aufgabe, den von uns gewählten Vertiefungsbereich Arbeits- und Organisationspsychologie näher kennenzulernen und uns in der Anwendung eines organisationpsychologischen Verfahrens auszuprobieren. Zudem konnten wir  Kompetenzen ausbauen, zum Beispiel die Übersetzung des Fragebogens in das Online-Umfrage Tool LimeSurvey und den Umgang durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern erleben. 

Die Zukunft des Spreequellboten

Ein Projekt über die Neugestaltung eines städtischen Amtsblatts

von Jonas Hanschke und Lucas Richter

Wie in der momentanen Corona-Situation in jede Tasche eine Maske gehört, so gehört zu jeder Gemeinde ein Amtsblatt, das über die aktuellen Ereignisse aufklärt. Durch ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) wurden 2018 genaue Vorgaben entwickelt, die das inhaltliche Erscheinungsbild der Amtsblätter regeln sollen. Im Zuge dieser Vorgaben machte die Stadt Ebersbach/Neugersdorf nun den Amtsblatt-Transparenzcheck: Wie kann der örtliche Spreequellbote verbessert werden und was denkt die Bevölkerung?

Teamarbeit als grundlegende Basis

Zusammen mit zwei Studenten der Hochschule Zittau/Görlitz brachte Frau Rica Wittig als Amtsleiterin des Hauptamts der Stadt Ebersbach/Neugersdorf ein Projekt ins Rollen, in dem der Spreequellbote auf Herz und Nieren getestet werden sollte. Hier wurde ein grober Fahrplan entwickelt, im Zuge dessen die Bevölkerung eine Umfrage zum Spreequellboten ausfüllen sollte. Diese wurde mithilfe der Stadtverwaltung unter die Bevölkerung gebracht. Die Umfrage wurde durch die Görlitzer Studenten entwickelt und frei gegeben. Dabei hatten die Bürger*innen die Möglichkeit diese Umfrage in Papierform oder in einer Online-Variante zu beantworten. Inhaltlich beschäftigte sich die Umfrage mit Themen wie Preispolitik, allgemeiner Zufriedenheit oder auch Beitragsvorlieben und ob der Spreequellbote auch in einer digitalen Online-Version veröffentlich werden sollte. Nach dem Ende der Umfrage übergab die Stadtverwaltung die gesammelten Ergebnisse den Studenten, die diese dann analysierten und auswerteten. In der Auswertung wurden die zahlreichen Ansichten aber auch Kritikpunkte der Bürger*innen ersichtlich.

Blick in die Zukunft

Die Auswertung zeigt, dass die Bevölkerung mit der momentanen Erscheinungsform des Spreequellboten zufrieden ist. Weiterhin wird auch ersichtlich, dass die Bürger einer möglichen Online-Version des Spreequellboten positiv gegenüberstehen. Hier kann die Stadtverwaltung noch viele Potentiale ausschöpfen, um den Spreequellboten weiterzuentwickeln. Damit der Spreequellbote auch zukünftigsein volles Potential entfalten kann, sollte laut den Ergebnissen zur Förderung einer nachhaltigen und zukunftsgerichteten Entwicklung auch auf die Bedürfnisse der jüngeren Bürger*innen geachtet werden.

Dank dieses Projekts konnte mehr Klarheit in den Konsens um den Spreequellboten gebracht werden. Auch in Zukunft wird die Stadtverwaltung Ebersbach/Neugersdorf ihr Bestes geben, um den Spreequellboten für jeden Bürger ansprechend zu gestalten.

Wenn Sie Interesse an einer Zusammenarbeit mit unseren studentischen Teams haben, melden Sie sich gern bei

Prof. Dr. rer. nat.
Matthias Schmidt
Fakultät Sozialwissenschaften
Standort 02826 Görlitz
Brückenstraße 1
Gebäude II, Raum 156
+49 3581 374-4315
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