Workshops

"Klimakrise und psychische Gesundheit – systemische Perspektiven"

Anna Georgi
Personal- und Teamentwicklerin, Moderatorin, Systemische Therapeutin
Maja Dshemuchadse
Professorin für Kommunikationspsychologie und Organisationsberatung an der HSZG, Systemische Therapeutin

Die Komplexität der Klimakrise, die durch sie ausgelösten gesellschaftlichen Veränderungen und die Herausforderungen für die psychische Gesundheit der Menschen legen nahe, für die Bewältigung der Krise systemische Perspektiven heranzuziehen. Das findet bisher in mehreren Bereichen zu wenig statt (Klimakommunikation, Politik, wirtschaftliche Anpassungen usw.).
Um diese Lücke für den psychologisch-beraterischen Kontext zu schließen, schlagen wir die Brücke zwischen systemischen Grundlagen und aktuellen Forschungsergebnissen zur Förderung klimafreundlichen Verhaltens. Darauf aufbauend, skizzieren wir die Herausforderungen der Klimakrise für die psychische Gesundheit und sammeln gemeinsam anhand eines Fallbeispiels systemische Erklärungsmuster und Lösungsansätze für eine konstruktive Bewältigung in der systemtherapeutischen Praxis. Abschließend setzen wir uns gemeinsam mit drei systemischen Dilemmata auseinander, die im Kontext von Klimakrise und psychischer Gesundheit besonders stark hervortreten. Diskutiert gern mit!
 

"Einblick in die systemische Supervisionspraxis einer Kommunikationspsychologin"

Dr. Ute Günther
(SK97), Systemisch-lösungsorientierte Supervisorin, Mediatorin, Projektkoordinatorin in der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (SLfG e.V.)

Während meines Studiums der Kommunikationspsychologie besuchte ich eine fakultative Veranstaltung zum Kreativen Schreiben. Eine Übung war das Führen eines Studien-Tagebuchs, was Fragestellungen, Themen und Ideen beinhalten sollte, die uns während des Semesters beschäftigten. In diesen Reflexionen tauchte erstmals die Idee auf, als Supervisorin tätig sein zu wollen (wie ich kürzlich in eben diesem Tagebuch las).
Nun, fast 25 Jahre später, fülle ich tatsächlich diese Rolle erst haupt-, jetzt nebenberuflich aus und kann sagen, dass es eine meiner besten beruflichen Entscheidungen war.
Gern gebe ich euch einen Einblick in meine supervisorische Praxis, teile meine Erfahrungen in den Bereichen Einzel-, Fall- und Teamsupervision im sozialen Feld, stelle euch SV-Material vor, mit dem ich gern arbeite und plaudere aus dem Nähkästchen, welche kommunikationspsychologischen Modelle und Leitideen in diesem Kontext Anwendung finden. Und natürlich lasse ich mir von euch Löcher in den Bauch fragen...

"Psychodrama - kurz mal reingefühlt"

Anna Georgi
Training, Coaching, Supervision im A&O Bereich, systemische Therapeutin
Jana Rupp - Coaching und tätig in Erwachsenenbildung, Psychodrama Practitioner, Sexualberaterin

Entwickelt von Jacob Levy Moreno und über Jahrzehnte weitergewachsen ist das Psychodrama u.a. eine handlungsorientierte Methode bei der Themen aus dem Hier und Jetzt auf die Bühne geholt, erlebt und erfahren werden. Unser kleiner Workshop soll euch erleben lassen, was Psychodrama sein kann und wie sich die Arbeit damit anfühlt. Im besten Fall erfahrt ihr auch noch etwas über euch. Denkt bitte daran, euren Humor mitzubringen.

"Das Ich im Wir: Eigene Bedürfnisse und Grenzen explorieren"

Laura Nowak
ist Kommunikationspsychologin (Skb12) und hat im Anschluss in Heidelberg ihre Masterabschlüsse in Tanz- und Bewegungstherapie und Musiktherapie absolviert.
Seit Dezember 2019 arbeitet sie nun am Universitätsklinikum Dresden als Tanz- und Bewegungstherapeutin und Musiktherapeutin im Bereich Psychosomatik und Psychotherapie mit jungen Erwachsenen und Erwachsenen.

Ob im Job, Partnerschaft oder Freundschaft: Oft ist es gar nicht so leicht, in sozialen Situationen die eigenen Bedürfnisse zu spüren oder gar zu vertreten.
In diesem Workshop werden wir uns mit Hilfe von tanz- und bewegungstherapeutischen Methoden gemeinsam auf eine kleine Reise ins körperliche Erleben begeben.
Dafür werden wir selber in Bewegung kommen, die eigene Wahrnehmung und körperliche Achtsamkeit schulen, eigenen Bedürfnisse erspüren u. diesen Raum geben und üben Grenzen zu setzen und zu halten.

Bitte kommt in bequemer Kleidung zum Workshop, in welcher ihr euch frei bewegen könnt.
Wir werden uns in dem Raum auf Socken bewegen und auf Sitzkissen und/oder Matten sitzen.

"Kindliche Sexualität – gibt es sie wirklich und was ist eigentlich noch "normal"?"

Cathleen Bornowski-Krautz
(Abschluss 2006). Seit 2015 hat sie zusätzlich die Qualifikation zur Kinder-, Jugend-, Paar- und Familienberaterin absolviert und arbeitet sowohl als Schwangerschafts- und Schwangerschaftskonfliktberaterin, als auch in einer Erziehungs-und Familienberatungsstelle bei Beratung + Leben GmbH in Berlin.

Einerseits ist immer wieder die Rede von einer "sexualisierten Zeit in der wir leben" (Stichwort: Werbung - "Sex sells", Pornos - heutzutage frei im Internet verfügbar, diverse Fernsehformate - a la "Naked Attraction"), andererseits wird über das Thema Sexualität im privaten tatsächlich wenig bis gar nicht geredet. Hier scheint es eine große Ambivalenz zu geben, die all diejenigen vor eine besondere Herausforderung stellt, die eigene Kinder haben, im Verwandten- und Freundeskreis auf Kinder treffen oder als Fachkraft im Beruf mit ihnen zu tun haben. Was tun, wenn man plötzlich von Doktorspielen im Kindergarten erfährt oder das Kind regelmäßig sexualisierte Schimpfworte benutzt? In diesem Workshop wollen wir uns mit all diesen Fragen beschäftigen. Es wird einen Impulsvortrag geben, Kleingruppenarbeit und vor allem Zeit zum Austausch zu diesem so scheinbar ambivalenten Thema.

"Motivation in Beratung und Coaching"

Christine Bein
(Abschluss 2012), Gerontopsychologie (M.Sc.) in Chemnitz, seit 09/20 eine Weiterbildung zur psychologische Psychotherapie (Verhaltenstherapie). Von 2012 bis 2020 übte sie Tätigkeiten bei verschiedenen Bildungsträgern aus, seitdem ist sie in einer psychiatrischen Tagesklinik angestellt. Sie hat 2 Kinder und lebt in Torgau.

Die meisten Klient:innen kommen zu uns, weil sich etwas ändern soll, doch häufig ist dabei unklar, was damit konkret gemeint ist. Es besteht zwar Motivation, sich in Beratung zu geben doch nicht immer die Motivation, an sich selbst und der eigenen Situation etwas zu verändern. Gemeinsam wollen wir uns ansehen, welche Erfahrungen ihr bereits mit dem Thema gemacht habt, wie es theoretisch eingeordnet werden kann und Ideen entwickeln, wie wir dem/der Klient:in helfen können, mehr Veränderungssmotivation zu entwickeln und diese beizubehalten.

"Beratung ohne Berater:in - Kollegiale Fallberatung"

Michael Sommer
(SK08) ist Supervisor/Coach, Kommunikationstrainer und Referent für Hochschuldidaktik an der TU Dresden.

Kollegiale Fallberatung ist eine gute Möglichkeit, um die Perspektive in einem Problemfall zu erweitern und Lösungsansätze zu sammeln. Diese Form der Beratung kommt ohne Berater:in aus, denn eine Gruppe berät sich gegenseitig (Peer-Beratung). Welche Voraussetzungen das braucht, wie das funktionieren kann und welche Faszination im Gedanken-Teilen steckt, erlebt ihr in diesem Workshop.

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