Veranstaltungsdetails

18. Juni 2026

Einladung zum Fachtag

Inklusive Hochschule/Fakultät Sozialwissenschaften - Perspektiven für ein chancengerechtes Studieren

Sehr geehrte Studierende und Lehrende der Fakultät Sozialwissenschaften,

moderne Hochschulen sind Orte von Innovationen und Inklusion. Das Wissen, das Studierenden vermittelt wird, trägt wesentlich zur Gestaltung der Zukunft und zu gesellschaftlichem Zusammenhalt bei. Die vielfältigen Anforderungen einer pluralen Gesellschaft werden darüber hinaus nicht nur in Forschung und Lehre thematisiert, sondern erfordern die Auseinandersetzung mit einem respektvollen und diskriminierungsfreien Miteinander aller.

Um Chancen und Herausforderungen für die Zukunft zu diskutieren, laden wir Sie/Euch herzlich zum Fachtag: "Inklusive Hochschule/Fakultät Sozialwissenschaften - Perspektiven für ein chancengerechtes Studieren" ein. 

Der Fachtag findet am 18. Juni 2026 von 10.00 - 16.00 Uhr in der Aula und Räumen der Blue Box der Fakultät Sozialwissenschaften am Standort Görlitz statt.

Dazu sind alle Lehrenden und Studierenden unserer Studiengänge der Fakultät eingeladen, um gemeinsam Fragen der Inklusion zu diskutieren und deren Relevanz für die Praxis zu erheben und Möglichkeiten multiprofessionellen Handelns zu entwickeln.

An diesem Tag finden keine Lehrveranstaltungen an der Fakultät S stattfinden. Damit wollen wir allen Lehrenden und Studierenden die Teilnahme am Fachtag ermöglichen. Wir freuen uns auf Ihre/Eure Anmeldungen und Ihr/Euer Engagement. Weitere Informationen zum Tagesablauf des Fachtages finden Sie im Programm.


Bei Fragen steht Cordula Lasner-Tietze gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen 
Prof.in Dr. habil. Andrea G. Eckhardt
Dekanin der Fakultät Sozialwissenschaften

Anmeldungen zum Workshop-Block 1

(11:30 - 13:00 Uhr)

Anmeldungen zum Workshop-Block 2

(14:15 - 15:45 Uhr)

Workshop-Beschreibungen

WS I bzw. WS IX: Autoethnografie als inklusive Methode 

- V-Prof.in Anne Goldbach -

Wie prägen eigene Erfahrungen, Biografien und gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen unseren Blick auf Inklusion? In diesem Workshop erhalten Studierende und Lehrende einen kompakten Einblick in autoethnografisches Arbeiten und dessen Potenzial für eine inklusionsorientierte Hochschullehre.

Anhand eines konkreten Beispiels wird gezeigt, wie Autoethnografie in Lehr-Lern-Kontexten eingesetzt werden kann, um persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen, Normen und Ausschlüssen zu verbinden. Die Teilnehmenden arbeiten anschließend mit autoethnografischen Reflexionsfragen, setzen sich mit eigenen biografischen und sozialisationsbedingten Prägungen auseinander und kommen miteinander ins Gespräch.

Gemeinsam wird reflektiert, wie Autoethnografie neue Perspektiven auf Inklusion eröffnen kann und welche Möglichkeiten die Methode für Lehre, Lernen und pädagogische Praxis bietet.

Der Workshop lädt dazu ein, eigene Perspektiven zu hinterfragen, Erfahrungen sichtbar zu machen und Inklusion als gemeinsamen Reflexionsprozess zu verstehen.

 

WS II: Gesundheitsfördernde Inklusion (nur vormittags)

- Prof. Martin Goldfriedrich -

Der Workshop „Gesundheitsförderliche Inklusion“ widmet sich der Frage, wie inklusive Settings so gestaltet werden können, dass sie das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden aller Beteiligten stärken. Im Mittelpunkt steht der Austausch darüber, wie Teilhabe unter Berücksichtigung unterschiedlicher Heterogenitätsdimensionen gesundheitsförderlich umgesetzt werden kann. Dabei werden praxisnahe Perspektiven und Erfahrungen der Teilnehmenden einbezogen. Ziel ist es, gemeinsam Impulse für eine inklusionsorientierte und gesundheitsfördernde Gestaltung von Bildungs- und Lebensräumen zu entwickeln.

 

WS III bzw. WS XI: Internationalisierung

- Prof.in Mandy Schulze -

Internationalisierung an Hochschulen lässt sich entlang mehrerer Ebenen (Studierendenmobilität, Auslandspraktika, Forschungsprojekte und Studiengangentwicklung) betrachten, die unterschiedliche Perspektiven und Interessen bündeln.

Im Workshop beleuchten wir nach einer Einführung in das Thema als Profilbildung in der Hochschulentwicklung die Ebene aus den Perspektiven aller Statusgruppen, um Impulse für die weitere Hochschulentwicklung zusammenzutragen.

 

WS IV bzw. WS XII: Bildungsherkunft

- Daniela Keil (Arbeiterkind e.V.) -

"ArbeiterKind.de ist die größte gemeinnützige Organisation für alle, die als Erste in ihrer Familie studieren. In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Studiums nach wie vor stark am Bildungsstand der Eltern ablesen. In unserer Session möchten wir auf Grundlage unserer langjährigen Erfahrung in der direkten Arbeit mit der Zielgruppe der Erstakademiker:innen sowie unseres Best-Practice-Wissens die Herausforderungen thematisieren, mit denen diese konfrontiert sind – insbesondere in sozialer, finanzieller und kultureller Hinsicht. Zudem gehen wir der Frage nach, wie Bildungsbenachteiligung erlebt wird und welche Handlungsmöglichkeiten zur Sichtbarmachung, Wertschätzung und Stärkung von Studierenden der ersten Generation bestehen."

 

WS V bzw. XIII: Demokratiebildung

- Daniela Ahrens, M.A. -

„Demokratie verspielt?!“ - Darf politische Bildung Spaß machen? Was ist eigentlich Demokratie? Braucht es politische Bildung für pädagogische Fachkräfte? Wie kann ein demokratischer Diskurs gestärkt werden? Fragen wie diese stehen im Zentrum des Workshops „Demokratie verspielt?!“.

Wir laden über verschiedene niedrigschwellige Impulse und spielerische Angebote zum Austausch und Nachdenken über Grundrechte, das eigene Demokratieverständnis, Privilegien, Diskriminierungsformen, Demokratiebildung an Hochschule, aber auch zivilgesellschaftliches Engagement in der Region ein, um die Demokratie nicht zu verspielen.

 

WS VI bzw. WS XIV: Multiprofessionelle Teams

- Prof.in Steffi Tollkühn / Alexandra Walter, B.A. -

Heterogenen Arbeitswelten, wie insbesondere auch die des Sozial- und Bildungsbereiches, erfordern vielschichtige Kompetenzen, sodass multiprofessionelle Teams untrennbar damit verbunden sind. Diesen werden „Teamgeist“, „Kooperation“ oder „transparente Kommunikation“ ganz selbstverständlich als Merkmale zugeschrieben – doch was so logisch und sinnvoll klingt, erzeugt auch Diskrepanzen, sobald es auf die Realität menschlichen Verhaltens trifft. Einer inklusiven, alle Perspektiven berücksichtigenden, und partizipativen, alle Beteiligten einbeziehenden, Gestaltung der gemeinsamen Arbeitsprozesse kommt somit eine erhebliche Bedeutung zu. 
Im Workshop werden Methoden, Techniken und Verfahrensweisen zur Verfügung gestellt, mit denen z.B. Aushandlungen, Entscheidungsfindungen oder Ideenkonsensierungen als kooperative und partizipative Prozesse in Teams gestaltet werden können.

 

WS VII bzw. WS XV: Inklusion „Management Sozialen Wandels“

- Dr. des. Cornelia Müller -

Sozialer Wandel ist in modernen Gesellschaften allgegenwärtig. Er betrifft Bevölkerungsstrukturen und staatliche Institutionen ebenso wie Technologien und Unternehmensorganisationen, aber auch Familienformen oder soziale Identitäten. Aktuelle Schlüsseldynamiken – vom »demographischen Wandel« über »Digitalisierung« und »Globalisierung« bis zum »sozial-ökologischen Umbruch« – verdeutlichen, dass soziale Wandlungsprozesse auf allen Ebenen und in allen Teilsystemen der Gesellschaft stattfinden. Wir können sie nicht ignorieren, sondern stehen vor der Aufgabe, sie zu erkennen und – soweit das möglich ist – zu gestalten. In einem interaktiven Workshop werden wir zusammen mit Studierenden des Masterstudiengangs Themen sozialer Veränderungsprozesse aufgreifen und mit Studierenden diskutieren.

 

WS VIII bzw. WS XVI: Barrierefreie Materialien

- Dr. Stefanie Dreiack, Hochschulforum Digitalisierung -

Was heißt Barrierefreiheit und wann ist sie erfüllt? Barrierefreiheit ist ein zentraler Bestandteil einer inklusiven Hochschulkultur. Doch was bedeutet „barrierefrei“ eigentlich konkret – und wie lässt sich dieses Ziel im Arbeits- und Studienalltag, insbesondere bei der Erstellung von Dokumenten, umsetzen?

In diesem Kurzworkshop erhalten die Teilnehmenden eine kompakte Einführung in das Thema barrierefreie Dokumente. Gemeinsam nähern wir uns grundlegenden Fragen und entwickeln ein Verständnis dafür, warum Barrierefreiheit ein Qualitätsmerkmal guter Lehre und Verwaltung ist.

 

WS X: "HSZG für alle - Wie inklusiv sind wir?" (nur nachmittags)

- Robert Viertel, M.A. / Claudia Döring, B.Sc. -

Teilhabe, Vielfalt (Diversity), Barrierefreiheit, Gleichstellung, Partizipation und Selbstbestimmung... Dahinter stehen der Abbau von Benachteiligungen in einer wertschätzenden Hochschul-Gemeinschaft.

Unsere Haltungen und strukturellen Prozesse prägen den Hochschulalltag sowohl auf der Mitarbeitenden-Seite als auch gegenüber unseren Studierenden. Im Workshop beleuchten wir bisher Erreichtes und äußern auch unsere Wünsche für eine inklusive HSZG in (naher) Zukunft.

 

Dekanin

Prof. Andrea Eckhardt
Prof. Dr. phil. habil.
Andrea G. Eckhardt
Fakultät Sozialwissenschaften
02826 Görlitz
Furtstraße 2
Gebäude G I, Raum 2.03
2. Obergeschoss
+49 3581 374-4233
Fakultät Sozialwissenschaften
Dekanat
02826 Görlitz
Furtstraße 2
Gebäude G I, Raum 1.12
1. Obergeschoss
+49 3581 374-3750

Koordinatorin des Fachtages

M.A.
Cordula Lasner-Tietze
Fakultät Sozialwissenschaften
02826 Görlitz
Furtstraße 2
Gebäude G I, Raum 1.06b
1. Obergeschoss
+49 3581 374-4970