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04. Februar 2021

Unterstützung für Kitas und Kindertagespflege

Die Betreuung von Kindern in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege während einer Pandemie – ein Forschungsprojekt entwickelt Handlungsleitfaden für Fachkräfte.


Zwei Kindergartenkinder als Symbolbild für Kindheitspädagogik in Zeiten der Corona-Pandemie.
Foto: Tobias RitzWie hat die Corona-Pandemie den Alltag in Kindertageseinrichtungen verändert? Welche Auswirkungen hat sie auf die pädagogische Arbeit und welche Lösungsansätze wurden in der Praxis gefunden? Diesen Fragen widmen sich Wissenschaftler*innen der EHS Dresden und der HSZG.

Seit November 2020 untersuchen Forscher*innen der Evangelischen Hochschule Dresden und der Hochschule Zittau/Görlitz in einem Kooperationsprojekt die Bedarfe und Bedingungen der Kinderbetreuung in Sachsen während der Covid-19-Pandemie. Aufbauend auf ihren Ergebnissen entwickeln sie einen Handlungsleitfaden für die pädagogische Arbeit in Pandemiesituationen für sächsische Kindertageseinrichtungen. Professorin Andrea Eckhardt von der Fakultät Sozialwissenschaften verantwortet das Projekt an der HSZG.

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"Familien fordert die Pandemie besonders heraus. Umso wichtiger ist es, Eltern mit ihren Kindern zu unterstützen. Unser Projekt untersucht, wie es gelingt dem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag gerecht zu werden. Wir möchten aufzeigen, wie gute pädagogische Arbeit unter Bedingungen einer Pandemie realisiert werden kann", erläutert die Professorin für Pädagogik der Kindheit Andrea Eckhardt.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie verändern sich die Rahmenbedingungen für Kindertageseinrichtungen ständig. Durch den Übergang vom Normalbetrieb unter besonderen Hygienemaßnahmen in den eingeschränkten Regelbetrieb bis hin zur Schließung ist das Recht der Eltern auf Betreuung eingeschränkt. Die Einrichtungen können ihrem Erziehungs- und Betreuungsauftrag so nur bedingt nachkommen. Sie stehen vor der Herausforderung, auch unter Bedingungen der Pandemie auf qualitativ hohem Niveau pädagogisch zu handeln. Schließlich muss nicht nur der Betreuungsanspruch der Eltern, sondern auch das Recht der Kinder auf gute Bildung und Erziehung umgesetzt werden.

Daher untersucht das Projektteam, wie sich der Alltag in Kindertageseinrichtungen verändert hat, welche Auswirkungen die Covid-19-Pandemie auf die pädagogische Arbeit hat und welche Lösungsansätze in der Praxis gefunden wurden. Dafür werden die Abläufe in sächsischen Kitas analysiert und in Expert*innenworkshops mit den pädagogischen Fachkräften diskutiert. Mit einem großen Pluspunkt: "Unsere Studierenden der Kindheitspädagogik sind aktiv in die Workshops und den Austausch mit der Praxis eingebunden", freut sich Andrea Eckhardt.

Die Wissenschaftler*innen möchten mit ihrem Projekt einen Beitrag zur Beurteilung des Pandemiegeschehens und seinen Konsequenzen für die pädagogische Arbeit in Kindertageseinrichtungen leisten.

Das Projekt läuft noch bis Ende Juni 2021. Es wird vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus und dem Kommunalen Sozialverband im Rahmen der Richtlinie des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zur Sicherung und Weiterentwicklung der Qualität in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege finanziert.

Ihre Ansprechperson

Prof. Dr. phil. habil.
Andrea G. Eckhardt
Fakultät Sozialwissenschaften
Standort 02826 Görlitz
Furtstraße 2
Gebäude I, Raum 2.03
+49 3581 374-4233
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