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15. Juli 2022

Ein offener und ehrlicher Austausch

Seit 2017 findet das selbstorganisierte Kolloquium von Promovierenden statt. GAT-Mitarbeiter Bill Pottharst verteidigte erfolgreich seine Dissertation.


Eine Reihe Promovierneder im festlichen Gewand mit Doktorandenhut.
Foto: shutterstock Auf dem Weg zur Promotion kann das Promotions-Kolloquium helfen.

Seit 2017 findet das selbstorganisierte Kolloquium von Promovierenden an der Fakultät Sozialwissenschaften regelmäßig statt. Das Promotionskolloquium wurde erstmalig von Prof. Dr. habil. Rudolf Schmitt (Promotions-Beautfragter F-S) und Prof. Dr. Andreas Hoff (Direktor GAT-Institut) einberufen und richtet sich vordergründig an Doktorandinnen und Doktoranden der Sozial- und Geisteswissenschaften.

2018 wurde ein sogenanntes „Rotationsprinzip“ eingeführt, das die Weitergabe des Staffelstabs bei der Organisationsverantwortung nach einigen durchgeführten Sitzungen intern regelt. Somit hat jede/r Promovierende die Möglichkeit die eigenen Organisations- und Moderationskompetenzen auszubauen, wodurch gleichzeitig die Verantwortung und der organisatorische Aufwand, der sich zwangsläufig bei der Planung eines solchen Veranstaltungsformates ergibt, gleichmäßig unter allen Beteiligten aufgeteilt wird. Da seit der Pandemie lediglich Online-Formate möglich sind, hat sich die Gruppe über BigBlueButton seit 2020 in eine vollständig autonom agierende Organisationseinheit innerhalb der HSZG entwickelt, deren Profil sich im Laufe eines immer näher rückenden Promotionsrechts für Hochschulen in Sachsen erst noch schärfen muss.

Seit jeher hat sich im PromKoll ein offener Umgang miteinander durchgesetzt, der so nicht selbstverständlich vorausgesetzt werden kann. Denn es geht auch darum, sich gegenseitig zu befähigen und zu unterstützen, sich gegen Kritik insoweit zu immunisieren, dass sie aus einer wissenschaftlichen Distanz ernst genommen werden kann, aber nicht allzu zermürbend wirkt. Dafür ist es wichtig, sich regelmäßig mit anderen Promovierenden auszutauschen und über die eigene Forschung sowie manchmal auch das eigene Scheitern ehrlich und respektvoll zu sprechen.

Wenige Tage vor dem Kolloquium hat jede Doktorandin und jeder Doktorand die Möglichkeit, eigene Inhalte und Ausarbeitungen einzusenden, die von allen angeschaut und gemeinsam diskutiert werden. Die Treffen finden ca. alle drei Wochen statt. Dafür wird eine Form der höflichen, aber bestimmten Kommunikationskultur gelebt, die das Vorankommen bei der Dissertation aller Beteiligten beflügeln soll. Erste gemeinsame Treffen mit einigen Promovierenden aus Zittau haben bereits ebenfalls stattgefunden. Durch das Prorektorat Forschung wird seit 2021 ein hochschulweites Promovierendentreffen organisiert. Eventuell wird es eines Tages sogar möglich werden, aus den bereits bestehenden Strukturen eine Art Promovierendenvertretung zu gründen und so den organisierten akademischen Mittelbau institutionell in der Hochschulpolitik (z. B. durch Wahlen) zu verankern.

Aber bis dahin, wie auch zum eigenen Promotionsrecht der Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen, ist es noch ein weiter Weg.

Nachdem der erste Teilnehmer unseres Kolloquiums die Verteidigung seiner Dissertation im kooperativen Promotionsverfahren zwischen der Universität Vechta und der Hochschule Zittau/Görlitz erfolgreich bestanden hat, gratulieren wir Bill Pottharst (GAT) zu diesem Erfolg. Erstmalig konnte er die Ergebnisse seiner Doktorarbeit im Mai auf der 22. Nachwuchswissenschaftler*innenkonferenz an der Technischen Hochschule Brandenburg öffentlich vorstellen und gewann den Preis für den besten Vortrag.

info

Neugierig geworden?

Das nächste Promotionskolloquium findet am 19.7.2022 von 15:00 bis 16:30 Uhr im G I, Raum 0.26 in Görlitz statt . Wir freuen uns jederzeit über Neuzugänge!

Bei Fragen zur Teilnahme wenden Sie sich bitte an die aktuelle Organisatorin Sinziana.Schoenfelder(at)hszg.de.

Foto: M.A. Bill Pottharst
Dr.
Bill Pottharst
Institut für Gesundheit, Altern und Technik
Standort 02826 Görlitz
Parkstraße 2
Gebäude G VII, Raum 317
+49 3581 374-4791
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