Dr.in Rachel Bowden war Mitte Mai als Keynote Speakerin zur jährlichen Teacher Professional Learning Conference des Pädagogischen Instituts Zypern (CPI) eingeladen. Das CPI verfügt über langjährige Expertise in der schulbasierten Lehrkräftebildung: Schulen erhalten dort eine zweijährige Begleitung, um Entwicklungsprojekte umzusetzen und gemeinsam zu reflektieren.
Unter dem Titel „Better Together: Teacher Professional Learning & ESD Whole School Development“ stellte Dr.in Bowden das BNE-Lotsenprogramm des Freistaates Sachsen vor, das ein Jahr lang Change Agent-Lehrkräfte an Schulen unterstützt, BNE an ihrem Schulen strukturell zu verankern. Sie hob hervor, dass die Wirksamkeit des Programms grundsätzlich in enger Wechselwirkung mit schulischen Bedingungen entsteht.
Am Beispiel einer Grundschule im ländlichen Raum zeigte Dr.in Bowden, wie solche günstigen Faktoren konkret aussehen können: eine visionäre Schulleitung, eine kollaborative Schulkultur sowie ein etabliertes interdisziplinäres Netzwerk mit außerschulischen Partnern. Diese günstigen Voraussetzungen verstärkten die Wirkung des Programms deutlich und trugen dazu bei, sowohl die ESD-Kompetenzen der beteiligten Lehrkräfte als auch ihre Fähigkeiten zur ganzheitlichen Schulentwicklung nachhaltig zu stärken. Sichtbar wurden zudem strukturelle Veränderungen an der Schule sowie Vorteile für die Kommune und weitere Akteur:innen im Schulnetzwerk.
Der Austausch war in beide Richtungen bereichernd. Besonders beeindruckt war Dr.in Bowden vom Format der zyprischen Lehrkräftebildungskonferenz: Lehrkräfte und Schulleitungen präsentierten ihre Entwicklungsprozesse des vergangenen Jahres in kurzen, lebendigen Beiträgen für Kolleg:innen anderer Schulen. Auch die Posterformate, die den Jahresprozess in Bildern, Grafiken und kurzen Texten festhielten, erwiesen sich als inspirierend. Sie dienten gleichzeitig als Reflexionsimpuls, als visuelle Unterstützung während der Präsentationen und später als dauerhaftes Arbeitsmaterial in den Schulen.
Aus sächsischer Perspektive wurde im Austausch erneut deutlich, wie wichtig die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ist – um neue Perspektiven, didaktische Methoden und Ressourcen in die Schule zu bringen und die Schule als lebendigen Ort gemeinschaftlichen Lernens zu stärken.
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