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Einladung zum Fachtag
Inklusive Hochschule/Fakultät Sozialwissenschaften - Perspektiven für ein chancengerechtes Studieren
Sehr geehrte Studierende und Lehrende der Fakultät Sozialwissenschaften,
moderne Hochschulen sind Orte von Innovationen und Inklusion. Das Wissen, das Studierenden vermittelt wird, trägt wesentlich zur Gestaltung der Zukunft und zu gesellschaftlichem Zusammenhalt bei. Die vielfältigen Anforderungen einer pluralen Gesellschaft werden darüber hinaus nicht nur in Forschung und Lehre thematisiert, sondern erfordern die Auseinandersetzung mit einem respektvollen und diskriminierungsfreien Miteinander aller.
Um Chancen und Herausforderungen für die Zukunft zu diskutieren, laden wir Sie/Euch herzlich zum Fachtag: "Inklusive Hochschule/Fakultät Sozialwissenschaften - Perspektiven für ein chancengerechtes Studieren" ein.
Der Fachtag findet am 5. November 2026 von 10.00 - 16.00 Uhr in der Aula und Räumen der Blue Box der Fakultät Sozialwissenschaften am Standort Görlitz statt.
Dazu sind alle Lehrenden und Studierenden unserer Studiengänge der Fakultät eingeladen, um gemeinsam Fragen der Inklusion zu diskutieren und deren Relevanz für die Praxis zu erheben und Möglichkeiten multiprofessionellen Handelns zu entwickeln.
An diesem Tag finden keine Lehrveranstaltungen an der Fakultät Sozialwissenschaften stattfinden. Damit wollen wir allen Lehrenden und Studierenden die Teilnahme am Fachtag ermöglichen. Wir freuen uns auf Ihre/Eure Anmeldungen und Ihr/Euer Engagement. Weitere Informationen zum Tagesablauf des Fachtages finden Sie im Programm.
Bei Fragen steht Antonia Schacher gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Prof.in Dr. habil. Andrea G. Eckhardt
Dekanin der Fakultät Sozialwissenschaften
Anmeldungen zum Workshop-Block 1
(11:30 - 12:45 Uhr)
Anmeldungen zum Workshop-Block 2
(14:30 – 15:45 Uhr)
Workshop-Beschreibungen
WS I und WS IX: Autoethnografie als inklusive Methode
- Vertr.-Prof.in Dr. phil. Anne Goldbach -
Wie prägen eigene Erfahrungen, Biografien und gesellschaftliche Normalitätsvorstellungen unseren Blick auf Inklusion? In diesem Workshop erhalten Studierende und Lehrende einen kompakten Einblick in autoethnografisches Arbeiten und dessen Potenzial für eine inklusionsorientierte Hochschullehre. Anhand eines konkreten Beispiels wird gezeigt, wie Autoethnografie in Lehr-Lern-Kontexten eingesetzt werden kann, um persönliche Erfahrungen mit gesellschaftlichen Machtverhältnissen, Normen und Ausschlüssen zu verbinden. Die Teilnehmenden arbeiten anschließend mit autoethnografischen Reflexionsfragen, setzen sich mit eigenen biografischen und sozialisationsbedingten Prägungen auseinander und kommen miteinander ins Gespräch. Gemeinsam reflektieren wir, wie Autoethnografie neue Perspektiven auf Inklusion eröffnen kann und welche Möglichkeiten die Methode für Lehre, Lernen und pädagogische Praxis bietet. Der Workshop lädt dazu ein, eigene Perspektiven zu hinterfragen, Erfahrungen sichtbar zu machen und Inklusion als gemeinsamen Reflexionsprozess zu verstehen.
WS II: Gesundheitsfördernde Inklusion (nur vormittags)
- Prof. Dr. phil. Martin Goldfriedrich -
Der Workshop „Gesundheitsförderliche Inklusion“ widmet sich der Frage, wie inklusive Settings so gestaltet werden können, dass sie das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden aller Beteiligten stärken. Im Mittelpunkt steht der Austausch darüber, wie Teilhabe unter Berücksichtigung unterschiedlicher Heterogenitätsdimensionen gesundheitsförderlich umgesetzt werden kann. Dabei werden praxisnahe Perspektiven und Erfahrungen der Teilnehmenden einbezogen. Ziel ist es, gemeinsam Impulse für eine inklusionsorientierte und gesundheitsfördernde Gestaltung von Bildungs- und Lebensräumen zu entwickeln.
WS III: Internationalisierung (nur vormittags)
- Prof.in Dr. phil. Mandy Schulze -
Internationalisierung an Hochschulen lässt sich entlang mehrerer Ebenen (Studierendenmobilität, Auslandspraktika, Forschungsprojekte und Studiengangentwicklung) betrachten, die unterschiedlichen Perspektiven und Interessen bündeln Im Workshop beleuchten wir nach einer Einführung in das Thema als Profilbildung in der Hochschulentwicklung die Ebene aus den Perspektiven aller Statusgruppen, um Impulse für die weitere Hochschulentwicklung zusammenzutragen.
WS IV und WS XII: Bildungsherkunft
- Daniela Keil, ArbeiterKind e.V. -
ArbeiterKind.de ist die größte gemeinnützige Organisation für alle, die als Erste in ihrer Familie studieren. In Deutschland lässt sich die Wahrscheinlichkeit eines Studiums nach wie vor stark am Bildungsstand der Eltern ablesen. In unserer Session möchten wir auf Grundlage unserer langjährigen Erfahrung in der direkten Arbeit mit der Zielgruppe der Erstakademiker:innen sowie unseres Best-Practice-Wissens die Herausforderungen thematisieren, mit denen diese konfrontiert sind – insbesondere in sozialer, finanzieller und kultureller Hinsicht. Zudem gehen wir der Frage nach, wie Bildungsbenachteiligung erlebt wird und welche Handlungsmöglichkeiten zur Sichtbarmachung, Wertschätzung und Stärkung von Studierenden der ersten Generation bestehen.
WS V und WS XIII: Demokratiebildung
- Prof.in Dr. phil. Nadine Jukschat, Daniela Ahrens, M.A., Hanna Willuhn (SWb22) -
„Demokratie verspielt?!“ Darf politische Bildung Spaß machen? Was ist eigentlich Demokratie? Braucht es politische Bildung für pädagogische Fachkräfte? Wie kann ein demokratischer Diskurs gestärkt werden? Fragen wie diese stehen im Zentrum des Workshops „Demokratie verspielt?!“. Wir laden über verschiedene niedrigschwellige Impulse und spielerische Angebote zum Austausch und Nachdenken über Grundrechte, das eigene Demokratieverständnis, Privilegien, Diskriminierungsformen, Demokratiebildung an Hochschule, aber auch zivilgesellschaftliches Engagement in der Region ein, um die Demokratie nicht zu verspielen.
WS VI und XVI: Multiprofessionelle Teams
- Alexandra Walter, B.A. -
Heterogenen Arbeitswelten, wie insbesondere auch die des Sozial- und Bildungsbereiches, erfordern vielschichtige Kompetenzen, sodass multiprofessionelle Teams untrennbar damit verbunden sind. Diesen werden „Teamgeist“, „Kooperation“ oder „transparente Kommunikation“ ganz selbstverständlich als Merkmale zugeschrieben – doch was so logisch und sinnvoll klingt, erzeugt auch Diskrepanzen, sobald es auf die Realität menschlichen Verhaltens trifft. Einer inklusiven, alle Perspektiven berücksichtigenden, und partizipativen, alle Beteiligten einbeziehenden, Gestaltung der gemeinsamen Arbeitsprozesse kommt somit eine erhebliche Bedeutung zu.
Im workshop werden Methoden, Techniken und Verfahrensweisen zur Verfügung gestellt, mit denen z.B. Aushandlungen, Entscheidungsfindungen oder Ideenkonsensierungen als kooperative und partizipative Prozesse in Teams gestaltet werden können.
WS VII und WS XV: Inklusion „Management Sozialen Wandels“
- Dr. des. Cornelia Müller, Benjamin Soldan, B.A. -
Mai-Anh Bogers "Theorie der Inklusion als Trilemma"
Wir wollen nicht auf Rollen festgelegt werden, gleichzeitig wollen wir in unseren Rollen wertgeschätzt werden. Wir wollen nicht auf unsere Defizite reduziert werden, dennoch wollen wir passgenaue Unterstützung bekommen. Wenn Du über diese Zielkonflikte der Inklusion mit uns ins Nach-Denken kommen und dabei mehr über Mai-Anh Bogers "Theorie der Inklusion als Trilemma" erfahren willst, dann besuch unseren Workshop!
WS VIII und WS XVI: Broschüre "Barrierefreie Hochschule"
- Dipl. Heilpädagogin (FH) Sabine Thierbach -
Der Workshop lädt dazu ein, die bestehende Broschüre „Barrierefreie Hochschule“ (2020), welche auch in Akkreditierungsverfahren der Studiengänge an der HSZG einbezogen wird, gemeinsam in den Blick zu nehmen und ihren Aktualisierungsbedarf zu identifizieren. In aktiver Mitarbeit und anhand des vorhandenen Materials werden konkrete Änderungsbedarfe herausgearbeitet und erste Ansatzpunkte für die zukünftige Überarbeitung der Broschüre eruiert. Der Workshop bietet den Teilnehmenden die Chance, unterschiedliche Perspektiven einzubringen, um Impulse für eine inklusivere Hochschule zu setzen. Das Angebot findet jeweils am Vor- und Nachmittag statt; beide Termine können unabhängig voneinander oder gemeinsam besucht werden.
WS X: Wie inklusiv sind wir? (nur nachmittags)
- Robert Viertel, M.A. -
"HSZG für alle - Wie inklusiv sind wir?"
Teilhabe, Vielfalt (Diversity), Barrierefreiheit, Gleichstellung, Partizipation und Selbstbestimmung... Dahinter stehen der Abbau von Benachteiligungen in einer wertschätzenden Hochschul-Gemeinschaft. Unsere Haltungen und strukturellen Prozesse prägen den Hochschulalltag sowohl auf der Mitarbeitenden-Seite als auch gegenüber unseren Studierenden. Im Workshop beleuchten wir bisher Erreichtes und äußern auch unsere Wünsche für eine inklusive HSZG in (naher) Zukunft.
WS XI: Diversity im Seminarraum: Was brauchen wir für eine inklusive Lehre? (nur nachmittags)
- Prof.in PhD Marketa Bacakova -
Wie sieht Lehre aus, die unterschiedlichen Lern- und Lebensrealitäten wirklich gerecht wird? In diesem World-Café verlassen wir die Ebene der allgemeinen Campus-Infrastruktur und schauen direkt auf die didaktische Praxis: Von Lehrformaten und Materialaufbereitung über Prüfungsformen bis hin zu Kommunikation und Nachteilsausgleichen. Wir möchten von Ihnen hören: Was unterstützt Sie im Studienalltag wirklich? Wo stoßen Sie auf Hürden, und welche konkreten Ansätze wünschen Sie sich von den Lehrenden? Bringen Sie Ihre Erfahrungen und Ideen ein – für eine Lehre, die alle mitnimmt.
2. Obergeschoss