Die Professur Soziale Gerontologie und das GAT-Institut vernetzen sich mit europäischem Pflege-Dachverband. HSZG-Institutsleiter zum Vice Chair Research gewählt.
In Deutschland ebenso wie im europäischen Durchschnitt werden 80 bis 90 Prozent der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt, davon die große Mehrheit allein durch pflegende Angehörige. Das europäische Pflegenetzwerk Eurocarers versteht sich als Interessenvertreter für die pflegenden Angehörigen, d. h. Familienmitglieder, Freunde oder Nachbarn, die ihnen nahestehende Menschen pflegen.
Vom Standort Brüssel aus koordiniert Eurocarers das aus 76 Pflege-Organisationen und Forschungseinrichtungen in 26 europäischen Ländern bestehende Netzwerk und berät die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und politische Interessenvertretungen der 27 EU-Mitgliedsstaaten, zuletzt bei der Entwicklung der Europäischen Pflegestrategie.
Nachdem Prof. Dr. Andreas Hoff, Professor für Soziale Gerontologie und Direktor des Forschungsinstituts „Gesundheit, Altern, Arbeit, Technik“ (GAT) 2022 Mitglied des Vorstands (Board of Directors) von Eurocarers wurde, erfolgte am 4. Februar 2025 seine Ernennung zum Vice Chair Research des europäischen Pflegenetzwerks. Von den auf diesem Weg gewonnenen Erkenntnissen profitieren auch die Studierenden der Sozialen Gerontologie, insbesondere in den Seminaren zu Sozialpolitik für ältere Menschen in Europa.
Die Diskussion von konkreten Fragestellungen und neueren Forschungsergebnissen zur optimalen Versorgung älterer Menschen und ihrer Angehörigen steht im Mittelpunkt des berufsbegleitenden MA Soziale Gerontologie an der Hochschule Zittau/Görlitz. Das Studium beginnt jedes Jahr im Sommersemester. Lehrbeginn ist im März. Nähere Informationen sind auf der Webseite zu finden.