Curriculum

Studieren heißt: Sich Wissen aneignen – und nicht: sich Wissen abholen.

Studieninhalte:

Das Studium umfasst sieben Semester, dies entspricht 210 Kreditpunkten (ECTS) nach dem europäischen Punktesystem. Diese sieben Semester sind aufgeteilt in 13 Module, von denen 12 einen Umfang von 15 Kreditpunkten (ECTS) haben, was ca. 450 Arbeitsstunden für Studierende entspricht. Von diesen 12 Modulen sind pro Semester zwei zu studieren. Eingebunden in die jeweiligen Module sind Praxisphasen von unterschiedlichem Umfang. Als Ausnahme hiervon hat das Modul 09 einen Umfang von 30 Kreditpunkten (ECTS) und füllt ein ganzes Semester aus.

  • Modul 01: Richtung Inklusion in Europa
  • Modul 02: Humanwissenschaftliche Grundlagen für Inklusion
  • Modul 03: Europäische Probleme und Sozialpolitik
  • Modul 04: Leib und Seele – Salutogenese und Pathogenese
  • Modul 05: Diagnostik und Planung
  • Modul 06: Verhalten und Handeln
  • Modul 07: Interventionen unter Berücksichtigung ökosystemischer Gegebenheiten
  • Modul 08: Forschung und Projektarbeit
  • Modul 09: Begleitetes Praxismodul: Interventionsorientiertes inklusives Handeln
  • Modul 10: Lebensbegleitung und Förderung
  • Modul 11: Pädagogische Wurzeln der Inklusion
  • Modul 12: Angewandte Forschung: Wissenschaft und Ethik
  • Modul 13: Abschlussmodul (Bachelor-Thesis und Verteidigung)

Die einzelnen Module sind in der angegebenen Reihenfolge zu studieren.

Lehr-Lernformen:

Wir setzten sehr stark auf ein eigenaktives Studierverhalten. Ein breiter Raum wird der Projekt-, Kleingruppen- und Seminararbeit eingeräumt. Daneben wird im Rahmen von Vorlesungen, Übungen, wissenschaftlichem Selbststudium und dem Kolloquium zur Bachelor-Thesis studiert. Eine Charakterisierung der im Studium der Heilpädagogik anzutreffenden Studierformen zeigt die nachfolgende Übersicht:

Vorlesung

Zusammenhängende Darstellung von Studieninhalten durch Lehrende.

Seminar

Erarbeitung von Grund- und Spezialwissen mittels studentischer Beiträge (Referate, Diskussion, Fallstudien u.a.) unter Anleitung eines Lehrenden.

Projektstudium

Über das Projektstudium sollen inklusive Prozesse in Zusammenarbeit mit interessierten Projektpartnern gefördert werden. Die Umsetzungserfordernisse der UN- Behindertenrechtskonvention für gleichberechtigte Teilhabe in der Gesellschaft bilden dafür eine tragfähige Grundlage. Von hier aus können Ideen kreativ und ernsthaft generiert sowie praktisch erprobt und umgesetzt werden. Auf diesem Wege löst Projektarbeit ihren Anspruch, forschendes Lernen im Vermittlungsbereich von Theorie und Praxis zu sein, nachhaltig ein.


Übung

Intensivere Erarbeitung von Studieninhalten und Einübung fachpraktischer Fähigkeiten in überschaubaren Gruppen.

Wissenschaftliches Selbststudium

Dies ist ein integraler Bestandteil des Studiums überhaupt. Es dient der inhaltlichen Vertiefung spezifischer Themen- und Fragestellungen, der Erarbeitung und Vertiefung spezifischer eigener fachlicher Schwerpunktsetzungen und der Ausbildung der Fähigkeit zum selbstgesteuerten Aneignen von Wissenstatbeständen.

Kolloquium zur Bachelor-Thesis

Wissenschaftliche Betreuung durch eine Professorin oder einem Professor. Präsentation und Diskussion von Entwürfen (Exposé) und Zwischenergebnissen eigener wissenschaftlicher Arbeiten.

Theorie-Praxis-Bezug:

„Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie“ (Immanuel Kant).
Eine zentrale Anforderung an ein Fachhochschulstudium liegt in der angemessenen Verknüpfung von Theorie- und Praxisanteilen.
Wir realisieren dies dadurch, dass alle ab dem zweiten Semester zu studierenden Module Praxisanteile aufweisen. Über die Behandlung spezifischer fachlicher Fragestellungen, über Übungen und Simulationen in den einzelnen Lehrveranstaltungen sollen Studierende im engen Kontakt mit der Praxis und unmittelbar in Praxisfeldern der Heilpädagogik die verschiedensten Aufgabenstellungen verfolgen. Weiterhin seien die Görlitzer Heilpädagogischen Tage genannt, an denen Lehrende, Fachleute aus der Praxis und Studierende in Vorträgen und Workshops in Kontakt kommen.

Unser „heimlicher Lehrplan“: der Erwerb von Schlüsselqualifikationen:

In der heutigen Zeit kann sich kaum jemand auf einmal erworbenen Wissenstatbeständen und formalen Qualifikationen „ausruhen“. Heilpädagoginnen und Heilpädagogen mit einem Studienabschluss sollen die Zukunft mit gestalten können und bedürfen deshalb neben ihrer Fachkompetenz weiterer Fähigkeiten wie z.B.

  • Teamfähigkeit
  • Lebenslanges und selbstgesteuertes Lernen
  • Kritik- und Konfliktfähigkeit
  • Kreativität
  • Innere und äußere Mobilität


Aus diesem Grund fordern wir die Studierenden zum selbstgesteuerten Lernen heraus, schaffen aber auch hierfür die entsprechenden Ausgangsbedingungen, z.B. in Form von Projekt- und Kleingruppenarbeit.

 

 

 

Studiengangsbeauftragter

 

 

  Prof. Dr. phil.

  Manfred Jödecke

  Fakultät Sozialwissenschaften

  Haus G I / Raum 2.19

03581 374-4251

m.joedecke@hszg.de

 

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